Germanophilia

Germanophilia e.V. ist ein Verein in Togo der unterschiedliche soziale, kulturelle und bildungsorientiere Projekte durchführt und unterstützt

Förderung der Deutschstudenten bei der Magisterarbeit in Togo

Es ist immer nur die Rede von Begabten- und Hochbegabtenförderung im Hochschulbereich und in der Forschungsgeschichte gewesen. Trotzdem gibt es viele junge Leute, die als Ladenhüter betrachtet werden, nur weil sie ihre Studien- und Forschungskosten nicht allein tragen können oder weil sie in einer Gegend leben, wo Forschungs- und Selbstlernausstattungen fehlen. Diese jungen Deutschstudierenden verfügen aber über gute Sprachkenntnisse und können große Leistungsstärke beweisen, wenn man sie früh entdeckt, betreut und unterstützt.


Problematik
Es ist nicht immer leicht, jede Begabungsform schnell zu entdecken, um sie möglichst früh zu fördern. Das Erkennen der Begabten stellt sich manchmal als schwierig heraus, besonders wenn die Betroffenen aus armen Schichten stammen oder wenn sie unter ganz schlechten und prekären Bedingungen studieren. Dies ist leider der Fall bei Tausenden von Studenten in der Dritten Welt. Sollen wir uns denn den Blick verdüstern und diese Situation absichtlich verleugnen, wenn eine große Zahl von Studierenden - worunter ohne Zweifel viele Leistungsfähige versteckt sind - keine Qualifikation nach ihren Studien wegen finanzieller Gründe erwerben kann? Was werden diese ohne endgültige Qualifikation?
Es sind Hunderte von Deutschstudierenden, die ihre Magisterarbeit wegen fehlender finanzieller und pädagogischer Voraussetzungen nicht vorgelegt haben. Alle sind sicher aber keine Unbegabten. Vielleicht findet man unter ihnen noch viele Talente und Begabungen.

Beim Verein Germano-Philia e.V. sind wir überzeugt, dass es immer mehr Deutschstudierende ohne Magister-Abschluss geben wird. Diese sind daher auf dem Arbeitsmarkt nicht konkurrenzfähig, finden keine Verwendung in Forschungsvorhaben und können sogar ihre Studien nicht fortsetzen. Auf den ersten Blick sind sie unterbeschäftigt, arbeitslos und werden zur Last für die Gesellschaft, wenn sie keine Ausbildungs- oder Fortbildungsalternative finden, besonders wenn man weiß, dass Firmen nur qualifizierte Arbeitnehmer mit einem Abschluss suchen.

Der Wunsch der Mehrheit der Deutschstudierenden ist es daher, dass man sie auch durch eine örtliche pädagogische und finanzielle Unterstützung bei der Vorbereitung ihrer Magisterarbeit fördert. Mit der Einrichtung eines Forschungs- und Selbstlernzentrums in unserem geplanten Internet-Café und durch unser Beratungsforum (www.germanophilia.org/forum) können wir eine wesentliche Hilfe dazu beitragen. Nur mit einer Vernetzung zu ähnlichen Forschungsinstituten und -zentren der germanistischen Fachschaften im deutschsprachigen Raum kann diese Weiterbildungs-Aktion effizienter werden. Viele können so eine Bildungs-, Ausbildungs- und Fortbildungsalternative im Fernstudium finden. Das gilt auch für die Deutschsprechenden anderer Fachrichtungen der Universität von Lomé.


Gründe
Eines der Ziele von Germano-Philia e.V. ist, die deutsche Tradition, Kultur, Kompetenz und das Know-how für Entwicklungs- und interkulturelle Vorhaben im Land einzubringen. Wir können dieses Wissen nur unzureichend unserem Land Togo zur Verfügung stellen, falls wir zuvor keine repräsentative Zahl von hochqualifizierten deutschsprechenden Togoern ausbilden lassen. Zahlreiche Talente und Begabungen verstecken sich unter dieser Menge von Bedürftigen, die aus niedrigen Schichten stammen. Aber auch sie haben das Recht auf eine hochqualifizierte Bildung und Ausbildung. Die unter ihnen an der Forschung Interessierten sollen nach unserer Auffassung daran teilnehmen können. Das Studium der deutschen Sprache ist wahrlich keine Sünde und soll nicht als Pech oder Schande betrachtet werden, wie man es den Deutschinteressierten in Togo leider weismachen will. Mit Germano-Philia e.V. hat Deutsch auch in Togo eine Zukunft. Deshalb möchten wir die Talente und Begabungen aus dem Schatten hervorholen und ins Licht stellen, um die Jüngeren damit zu ermutigen, nach dem Abitur Germanistik zu studieren. Schätzungsweise wird die deutsche Abteilung der Universität von Lomé in fünf bis zehn Jahren keine einheimische Lehrkraft mehr haben. Um diese bevorstehende bedrohliche Situation abzuwenden, sollen studierwillige Jugendliche für die Nachfolge vorbereitet werden.


Ziele
Wir möchten so viele Deutschabsolventen wie möglich heranbilden lassen. Außerdem wollen wir andere deutschsprechende Studierende durch Beratung, pädagogische sowie finanzielle Unterstützung fördern, damit sie ihre Magisterarbeit vor Ort vorlegen können.
Das Ergebnis soll sein, eine repräsentative Zahl von hochqualifizierten deutschsprechenden Bürgern für Arbeit, Bildung, Entwicklung, Kultur usw. dem Land zur Verfügung zu stellen.


Förderungsmöglichkeiten
Außer dem von DAAD jährlich erteilten Stipendium an die zwei oder drei besten Studenten des dritten Jahrgangs an der deutschen Abteilung der Universität Lomé müssen wir andere Förderungsmöglichkeiten für die übrigen Studierenden finden. Potentielle Förderer wären Stipendieneinrichtungen, Stiftungen, Hilfeorganisationen und Förderungsvereine. Bei ihnen führen manchmal die Auswahlkriterien zum Ausschluss bestimmter Länder und Gruppen. Akademische Austauschdienste Österreichs und der Schweiz können auch jetzt angesprochen werden. In Rahmen unserer jetzigen Aktion werden nicht nur Privatleute, Firmen und Unternehmen gesucht, die die Magisterarbeit der Studierenden im letzten 4. Jahrgang finanziell unterstützen, sondern besonders auch Professoren und Dozenten im Ruhestand oder im Dienst, die Zeit und Lust dazu haben, die Magisterarbeit von togoischen Deutschstudierenden wissenschaftlich zu betreuen.


Verlauf des Magisterförderungsprojektes in Togo
Zunächst werden die Interessenten informiert. Ihnen werden Forschungsvorbereitungsseminare angeboten sowie aufgezeigt, wo sie Rat und Hilfe bei Themensuche, Forschungstechnik, Themenerläuterung, Redaktion, Textverarbeitung holen und Unterstützung bei der Dokumentationsherstellung erhalten können. Die Arbeiten werden in Zusammenarbeit mit ausländischen Dozenten und unter der Führung eines örtlichen Leiters beraten, betreut und unterstützt. Falls wichtige Werke fehlen, wird Germano-Philia e.V. sie für den Studenten erwerben und in der Bibliothek für zukünftigen Gebrauch bereitstellen. Germanistische Fachrichtungen, an denen Studenten an unserem Beratungsforum teilnehmen, können durch enge Kooperation oder über unser geplantes Internet-Zentrum behilflich sein. Der finanzielle Beitrag von privaten Gönnern und Sponsoren zu diesem Förderungsprogramm für bedürftige togoische Deutschstudierenden wird über Germano-Philia e.V. vermittelt. Ein deutschsprachiges Fern- und Selbstlernzentrum soll mit der Zeit in Togo für ganz Westafrika gegründet werden.


Etappen der Verwirklichung

  • Die ersten zu betreuenden Studierenden des Programms werden informiert,
  • Professoren, Dozenten und Leiter werden für einzelne Magisterarbeiten gesucht,
  • einzelne Forschungsthemen werden bekannt gemacht,
  • Gönner, Spender und Sponsoren werden gesucht.
  • Dokumentenerstellung und Präsentation der Arbeit


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